Vom Zugfahren und Ankommen in Hyderabad


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Nachdem wir unsere Gastschwester Rashmi bereits im KKID kennengelerrnt haben und wir uns direkt  wahnsinnig gut verstanden  haben, treten wir, nach einem traurigen Abscheid von den anderen Freiwilligen, unsere Reise nach Hyderabad an. Laut Google haben wir 913 km vor uns. Mit schweren Rucksäcken und voller Energie und Freude und auf die große Stadt werden wir zum Bahnhof gefahren. In diesem Moment ist uns sicherlich nicht gnaz bewusst, was es bedeutet, einen indischen Schlafzug für 23 oder 24 Stunden zu betreten.

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Am Bahnhof angekommen stehen wir am Gleis, der scheinbar endlos lange Zug fährt ein und wir haben wenig Zeit, den richtigen Wagon zu finden. In dem Zug sieht alles so aus wie von den Rückkehrern der letzten Jahre beschrieben. Sehr voll, man sitzt oder schläft auf seinnem Gepäck und oft kommt jemand vorbei und möchte Tee oder Gebäck verkaufen. Trotzdem ist es etwas ganz Anderes, wenn man selbst dort sitzt. Die Gerüche der schlafenden nd oft schnarchenden Menschen, die tatsächliche Enge des Zuges, einfach die Menge an Menschen ist beeindruckend. Und auch etwas beängstigend. Vor allem Männer schlafen und sitzen um uns herum und bei dem Gedanken, hier die Nacht und einen Tag zu verbringen, müssen wir erstmal schlucken. Rashmi erklärt uns aber, wie das Betten Herunterklappen funktioniert, dass man auf seinem Rucksack schlafen soll und wie man am besten sein Bett bezieht. Sie versucht uns ausßerdem etwas die Angst zu nehmen, die sie auch agr nicht richtig verstehen kann. Ihr ist bisher nichts zugestoßen auf solch einer Reise und die meisten Inderinnen und Inder reisen per Zug oder Nachtzug. Als es schließlich dunkel wird und die anderen Passagiere beginnen, sich zum Schlafen fertig zu machen, beginnen wir auch damit und richten uns langsam ein. Das Schlafen stellt sich als schwierig dar, einfach der Enge des Zuges und desen abrupten Bremsens bei der Einfahrt in einen Bahnhof geschuldet. Wir vertreiben uns die Zeit damit, Filme zu sehen und Musik zu hören. Das klappt auch erstaunlich gut.

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Am frühen Nachmittag kommen wir in Hyderabad an. Schon bei der Autofahrt zum Office wird uns klar, dass wir hier nun wirklich in einer Großstadt angekommen sind. Im Büro findet gerade ein Meeting statt und so lernen wir alle MitarbeiterInnen von Bhumika kennen. Unsere beiden Mentorinnen begrüßen uns besonders herzlich und es gibt für alle Lunch. Unsere Müdigkeit ist nicht zu übersehen und so fahren wir in unser künftiges Zuhause für die nächsten 8 Monate.
Wir haben das Glück, die ersten Freiwilligen zu sein, die die Erfahrung machen können, in einer Gastfamilie zu wohnen - ein besonderer Einblick in das alltägliche indische Leben und vielleicht manchmal auch eine besondere Herausforderung. Nicht allzu weit von Bhumikas Office befindet sich die Wohnung von Rashmis Familie. Wir werden wahnsinnig herzlich begrüßt und die Wohnung und unser Zimmer gezeigt. Dank ihrer Offenheit nicht nur gegenüber uns, sondern auch allen erdenklichen Themen von Politik bis Religion gegenüber, fühlen wir uns auf Anhieb sehr wohl. Mit Rashmi haben wir in den Tagen zuvor schon sehr spannende Gespräche über die Rolle der Frau und über das Studieren in Indien genossen. Außerdem haben wir das Glück, dass sie an der Stadtgeschichte Hyderabads sehr interessiert ist und uns in den kommenden Feiertagen durch den Großstadtdschungel führen möchte. Mit dem freudigen Gedanken daran fallen wir ins Bett, in dem wir noch so viele Male einschlafen und aufwachen werden.
Donata
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