Malathi war unsere Rutsche, hinein in acht Monate Indien.
Seit dem Moment, als sie uns
sechzehn müde Gestalten am Gepäckband von Coimbatore in ihre
offenen Arme schloss, bevor wir überhaupt ihr Gesicht erblicken konnten, war es um uns geschehen. Malatis Offenheit,
Herzlichkeit und Talent, beide Kulturen zu verstehen und
vollkommen entspannt zu vereinen, haben unsere Ankunft in Indien
davor bewahrt, ein kompletter Sprung ins kalte Wasser zu sein.
Stattdessen war es eben eher eine Rutsche ins kalte Wasser, zwar
immer noch mit einem kleinen Platscher, aber ohne den Moment, in
dem einem vollkommen die Luft wegbleibt. Um all diese Metaphorik mal
ein bisschen konkreter zu machen, folgen nun Tagesberichte unserer ersten Woche beim Einführungsseminar im KKID. Das Karl- Kübel- Institute
for Child Development ist der indische Hauptsitz unserer
Entsendeorganisation KKS (genauere Infos sind oben in der Kopfzeile) in der Nähe von Coimbatore. Das Gelände ist eine
wunderschöne kleine Oase inmitten von Bergen mit Palmen, Blumen und sogar einem eigenen Pfau,
der uns zuverlässig jeden Morgen mit seinem leidenden Katzengeschrei
in den Wahnsinn getrieben hat.
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